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Lebenshilfe kostet zwei Kinokarten Start der„Wir wollen nur eins“-Kampagne: Mahnwache für Schulsozialarbeit Trikot- und Kerzentausch alle halbe Stunde vor dem Potsdamer Stadthaus. Seit gestern halten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Schulsozialarbeitern Mahnwache. Eigentlich hätten sie jetzt gerade Kunstunterricht, sagt die 13-jährige Aileen von der Gesamtschule 19 „Rosa Luxemburg“. Aber sie und ihre Freundin Andrea seien von der Schulleiterin höchst persönlich vom Unterricht freigestellt. Eine Liste mit 28 Schülernamen garantiert den nahtlosen Protest von 8 bis 15 Uhr. Das Anliegen werde zwar nicht von allen, aber doch von vielen auf Lehrer- und Direktorenebene mitgetragen, sagte die Sozialarbeiterin an der Luxemburg-Gesamtschule, Birgit Dongowski. Aus einem Bauchladen heraus versorgt sie interessierte Passanten mit Infomaterial über die Kampagne und den Trägerverein der Schulsozialarbeiter Paragraph 13 e.V. |
KAMPAGNE "WIR WOLLEN NUR EINS" GEGEN DROHENDE EINSCHNITTE BEI JUGENDSOZIALARBEIT Der Stadtjugendring kündigt weitere Aktionen gegen drohende Einbrüche in der Jugendsozialarbeit an. Mit einer Kampagne "Wir wollen nur eins" will man erreichen, dass die Stadt ein Prozent ihrer Ausgaben für die Jugendsozialarbeit festschreibt. Das sagte gestern der Chef des Stadtjugendringes, Dirk Harder. Der Einprozentwert entspricht nach seinen Angaben einer Empfehlung des Bundesjugendministeriums. Der absolute Betrag, 3,4 Millionen Euro, sei bereits im vergangenen Jahr von den Stadtverordneten mit dem überarbeiteten Jugendförderplan beschlossen, von der Verwaltung mit Verweis auf die Haushaltslage jedoch nicht umgesetzt worden. Für 2004 zeichne sich eine weitere Absenkung der Zuschüsse um mindestens 2,5 Prozent ab. |
Im Jahr der Jugend ’09 nichts vorzuzeigen Protestkampagne will Schlimmstes verhindern Die wollen nur eins: nämlich, dass sich die Stadtverordneten verpflichten, künftig ein Prozent ihrer Haushaltsausgaben in die Kinder- und Jugendarbeit zu investieren. Andernfalls, davon sind die zur Protestkampagne zusammengeschlossenen freien Träger der Jugend(sozial)arbeit überzeugt, drohe der Stadt spätestens 2006 ein Fiasko. Dann gäbe es Rieseneinbrüche in der Kinder- und Jugendarbeit, Angebote würden ersatzlos gestrichen, ganze Einrichtungen müssten geschlossen werden. Und im Potsdamer Themenjahr der Jugend 2009 hätte die Stadt womöglich nichts mehr zum Vorzeigen.
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